19.07.2015







Meine Tochter wird heiraten. Die Zeit verrinnt und aus dem einstigen Versprechen, an ihrem Vater wird wohl nichts. Sie versprach ihm früher bis 30 nicht zu heiraten. Ein halbes Jahr fehlt bis zu der dritten NULL. Was gibt man mit auf dem Weg? Sie geht ihren eigenen Weg. Wir sind  schon lange nicht mehr diejenigen die den Weg vorgeben. Für mich gut so. Es war bei mir nicht anders.
So fand ich eine Gebetsfahne im Buddhismus. Eine schöne Geste, die ich gerne übernehme für meine Kinder. Natürlich bedeuten sie in dieser Religion etwas anderes. In unserem Protestantismus gibt es diese Form von Gebeten und Wünschen nicht. Trotzdem habe ich eine Fahne aus altem Leinen gestaltet. Reste von rotem Stoff, bestickt mit all den guten Wünschen und Gebeten. Mögen alle, die an jenem Tag heiraten werden, glücklich und vor allem zufrieden werden in den kommenden Jahren ihrer Ehe.
In dem Garten meiner Tochter kann sie als Zeichen wehen. Jede Faser, die davon fliegt, soll ein kleiner Wunsch, ein kleines Gebet werden.

Mein Garten steht in Blüte. Wo der Mensch lebt, da wachsen die Kräuter, die einem gut tun. Denn der alte Spruch "Wo Krankheit ist, das wächst auch Arznei." wird immer wahr sein. Wir müssen nur mit offenen Augen und altem Wissen unsere Region ansehen.
 Der Juli ist zu trocken. 
Die Gerste ist überall schon ab. Nun wird bald Raps geerntet.
Die Blaubeeren sind reif im Wald neben an. Viele Autos stehen am Rand. Hoffentlich schaut ihr alle zu den Ameisen hin. "Wenn im Juli ihre Haufen höher machen, so folgt ein strenger Winter."

Seit einiger Zeit kamen mir immer wieder Bücher in den Sinn, die mich als junger Mensch berührten.
Wie werden sie jetzt auf mich wirken?
Nun kam die Überraschung: http://www.berliner-zeitung.de/panorama/roman-von-harper-lee-in-deutschland-erschienen,10808334,31245764.html
Das Buch liegt bei mir und ich genieße den Roman von Harper Lee. Als Wiederholung werde ich danach die anderen Bücher noch einmal lesen. 
Einen schönen Sonntag. Es fängt langsam an zu regnen.






09.07.2015

Die Textil Art ist vorüber. Vollgestopft mit vielen neuen Ideen und Bilder ist wohl jeder von den Angereisten nach Hause gegangen.
Da kann ich nur sagen, danke an die Organisatoren und vor allem an die, die mitmachen.Es ist ja für jeden ein Kraftakt.






01.07.2015

Dieses Jahr starten wieder  Naturkind und Mariengold eine Puppen-Mit-Macherei.

Gemeinsam lass ich mich gerne von all den Puppenliebhaberinnen anregen. Na ja, wir Frauen sind wieder unter uns. Eigentlich auch Schade. Obwohl es viele Männer gibt, die gerne Handarbeiten (schöner altmodischer Ausdruck) ausführen.  (Oder besser Handwerk?)

Ich werde zum ersten Mal eine große Puppe von ca. 45 cm nähen. Irgendwie schlich sich die kleinere Puppe in mein Herz. Ich nähte in all den Jahren die Größe von ca. 25-30 cm für Verwandte und Freunde.
 Nun soll es eine Große werden. Probieren wir es mal aus.

 Meine Enkeltochter wird hoffentlich mehr puppen. Ich mochte es lieber draußen im Garten. Gegenüber unserem Garten lag noch ein sehr großer verwilderter Garten. Das Paradies für uns Kinder aus den Nachbarstraßen.




Diese Puppe wird im klassischen Stil der Waldorfpuppenmutter Karin Neuschütz entstehen. Ich mag die einfache Art der Puppen. Eigentlich sind bis jetzt alle Puppen bei mir durch diese Anregung entstanden. 
Ihre Bücher sind eine kleine Bereicherung. Nun habe ich mir auch Ausgaben in anderen Sprachen bestellt. (Danke Maria für die Hinweise.) Lesenswert ist ihr liebenswürdiges Büchlein über ihre Hühnerhaltung. 
Auch werde ich die Kleidung aus „alten“ Stoffen nutzen. Reste oder eine alte Bluse auseinander schneiden für die Hose,…  Es ist oft zu Schade, Dinge in den großen Kleidungscontainer zu werfen. Viele Stücke sind gerade für Puppensachen oder Patchworkarbeiten wunderbar. Auch wir in Deutschland sollten wieder mehr Dinge aus "alt mach neu" entwerfen und verwenden.



Diese schöne Schachtel bekam ich von meiner Tochter. Seitdem beherbergt sie immer mein neuestes Puppenprojekt bis zur Fertigstellung. Alles: Stoffe, Knöpfe und Borten oder Bordüren wandern dort hinein.
Na denn viel Spaß wünsche ich allen.


28.06.2015

Bei meiner Großtante standen viele Töpfe mit der altbekannten Grünlilie.Eine alte, früher sehr beliebte Zimmerpflanze. Seit ca. 1850 gibt es sie in unseren Stuben. In Südafrika wächst die Grünlilie wild.
Immer hübsch anzusehen, pflegeleicht und leicht zu vermehren. Ein wunderbarer Luftverbesserer in unseren Arbeitszimmern. Sie mag langweilig daher kommen, aber ich finde sie neckisch. Die Pflanze bildet lange, wippende Ausläufer. Überall wippen sie lustig mit ihren "Kindern" umher.





Eine kleine Stickerei. Die letzte Stickerei für ein gesticktes Bildwerk ist fertig. Zwölf kleine Quadrate möchten jetzt zusammen gesetzt werden.







Nun ist fast das halbe Jahr um. Es ist der Mittsommermonat.

" Juniregen bringt Segen."


Um die Zeit sammle ich für eine kleine Flasche eine Handvoll Johanniskrautblüten. Gutes Olivenöl wird darüber gegossen. Gut für Muskelschmerzen oder für Gelenke. Die Heilkraft der Sonne in der Flasche für den Winter.

11.06.2015


Trolldamen-Reime
Meine Knollennase, die ist in,
da steckt viel Neugier drin.
Bin Prinzessin Tausendschön,
das könnt ihr an meine Loden sehen.
Gekringelt, gedreht, gerollt,
so habe ich es gewollt.
Nur mein Schwanz, der ist kahl.
Er ist lang, dünn und schmal.
Aber Kraft hat der Schwanz.
Er vollführt den Freudentanz.

von Inge Schmidt (Juni 2015)


Frau Schmidt ist eine 80 zig jährige Dame. Sie sprudelt heute noch über mit ihren gedichteten Reimen.
Auf alles fällt ihr ein Reim ein. Inge liebt Puppen, Theater und Tanz.